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einerlei
&
andererseits
Um was geht's ?
"Haseldorfer Kantapfel“, „Lefers
Apfel“, oder „Paternoster Apfel“ – das sind Namen von Äpfeln, die früher
Ausdruck einer Artenvielfalt waren, wie sie heute nicht mehr bekannt ist. Im
17. Jahrhundert wurden unter Apfelkennern etwa 1500 Sorten genannt. Viele davon
sind heute verschollen. Sie müssen aber nicht unbedingt verloren sein. In manchem Obstgarten stehen auch heute noch
Schätze, die nur darauf warten wieder entdeckt zu werden.
Fast jeder hat es schon erlebt. Ob auf Nachbars
Obstwiese, in einem Garten von Bekannten oder Verwandten oder im nächsten Dorf
steht ein Apfelbaum. Niemand kennt den Namen des Apfels; niemand weiß, um welche
Sorte es sich handelt. Dabei schmeckt der Apfel vortrefflich. Es wäre Wert, die
Sorte zu erhalten. Im eigenen Garten fände sich auch noch ein Platz für einen
solch tollen Apfel.
Kennen auch Sie einen solchen Obstbaum oder eine
Sorte, die nur im örtlichen Umkreis vorkommt? Wenn Sie glauben, dass es sinnvoll
ist, die Sorte zu erhalten oder seinen Namen wissen wollen, dann sind sie an der
richtigen Stelle.
Sie sollten den Fragebogen „Obsterfassung“
ausfüllen und ihn an den regionalen Ansprechpartner (unten auf der Seite) oder
die Koordinationsstelle Ökologische Baumschulwirtschaft senden.
Für den Fall, dass der Baum einen örtlichen Namen
hat, geben Sie bitte diesen Namen an. Für den Fall, dass Sie den Namen nicht
kennen, lassen sie die Rubrik frei. Dabei noch ein Tipp, es könnte sich
eigentlich nur dann um eine wertvolle historische Sorte handeln, wenn der Baum
älter als 40 Jahre ist. Deshalb füllen Sie bitte den Fragebogen nur aus, wenn es
sich um eine solche alte Sorte handelt. Alte Bäume sind zumeist groß und haben
einen dicken Stamm. Wenn Sie nicht wissen, wie alt der Baum ist, sollten Sie
seinen Stammumfang, seine Höhe in Metern und seinen Kronendurchmesser angeben.
Gut wäre außerdem, wenn Sie uns - neben dem Fragebogen - auch 3-5 Äpfel zu
senden könnten. Damit können wir versuchen, den Apfel zu bestimmen, oder ihn als
regionale Sorte erfassen.
Ist der Apfel bekannt, erhalten Sie eine Sorten-
und Verwertungsbeschreibung, sowie Adressen von Baumschulen, die die Sorte im
Sortiment führen. Handelt es sich um eine wertvolle Regionalsorte, die nicht im
Handel ist, können Sie ihn bei diesen Baumschulen in ökologischer Anzucht
vermehren lassen. Wenn es eine unbekannte Sorte ist, können Sie ihn später
taufen und einen neuen Namen geben.
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